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Haiger richtet den Hessentag 2022 aus 

Haiger wird den Hessentag im Jahr 2022 ausrichten. Die Entscheidung des Kabinetts gab Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit dem Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, am Dienstag in Wiesbaden bekannt. „Die Stadt im Grünen‘ am Drei-Länder-Eck zwischen Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bringt alle Voraussetzungen mit, um eine attraktive Gastgeberin für das Landesfest zu sein: eine breite Unterstützung der Bürgerschaft, der Menschen und Vereine aus der Region, engagierte Unternehmen sowie eine gute Verkehrsanbindung für die Ausrichtung einer so vielfältigen Veranstaltung“, sagte Volker Bouffier.

Er freue sich, „dass der Hessentag 2022 durch das pulsierende und zukunftsoffene Haiger ausgerichtet wird“. Er sei davon überzeugt, „dass diese Veranstaltung einen echten Schub für die Stadt bedeutet und Haiger zehn Tage lang der Mittelpunkt Hessens sein wird“. Das Fest bedeute eine große Chance für die Stadt, sich zu entfalten. Haiger wird während des Festes „seinen besonderen Charme entfalten“. Die Stadt stehe für eine gelungene Mischung aus modernster Technologie und Tradition, was auch der humanoide Roboter „Pepper“ beweise, den die Haigerer Delegation mit in den Landtag gebracht hatte.

Gemeinsam mit dem Staatskanzleichef überreichte der Regierungschef der Delegation um Bürgermeister Mario Schramm und Stadtverordnetenvorsteher Bernd Seipel im Hessischen Landtag die offizielle Bestätigung, dass das 62. Landesfest in der nördlichsten Stadt des Lahn-Dill-Kreises stattfinden wird. Zur Haigerer Delegation gehörten der Magistrat, Fraktions- und Ausschussvorsitzende, Vorstandsmitglieder des Kreises Haigerer Unternehmer (KHU) sowie das vierköpfige Team der Haigerer Hessentagsbeauftragten (Julia Bastian, Timo Dietermann, André Münker, Oliver Thielmann).

 

„Jede Stadt prägt den Hessentag auf ihre Weise“

 

„Jede Stadt prägt den Hessentag auf ihre Weise und jedes Fest der Hessen prägt die ausrichtende Stadt. Mit der Durchführung unter den Leitthemen Digitalisierung und Gesundheit sowie der angedachten Projekte barrierefreier Ausbau der Bahnhöfe, Aufbau der E-Mobilität, Schaffung zentrumsnaher Wohnbauflächen und Entwicklung eines Freizeitgeländes wird Haigers Stadtentwicklung einen Schub erfahren. Damit wird die Qualität als Familienstadt, Wirtschaftsstandort und Ort der Naherholung weiter gesteigert und seine Attraktivität nachhaltig gestärkt“, sagte Staatsminister Wintermeyer. Er hatte im September 2017 bei einer Veranstaltung auf dem Haigerer Rittal-Gelände die offizielle Bewerbung persönlich in Empfang genommen.

 

„Diesen starken Entwicklungsschub und starken Impuls, der von einem Hessentag für eine langfristige Stadtentwicklung ausgeht, brauchen wir in Haiger, damit wir all denjenigen gerecht werden, die sich für Haiger als ihren Lebens- oder Unternehmensstandort entschieden haben“, sagte ein sichtlich erfreuter Bürgermeister Mario Schramm. „Wir freuen uns riesig auf 2022 und wollen zehn Tage lang ein toller und innovativer Gastgeber sein.“

Die Leitthemen seien breit gefächert. Dabei gehe es zum Beispiel um die kommunale Digitalisierung, die E-Mobilität und vor allen Dingen die Erhaltung und Steigerung der Lebensqualität für Alt und Jung. Dazu gehörten ferner ganz wesentlich das Gesundheitswesen (Schaffung und Erhalt von Landarztpraxen) sowie die Mobilität (barrierefreie Bahnhöfe, E-Mobilität, Bürgerbusse).

„Ich danke allen Entscheidungsträgern, an der Spitze Herrn Ministerpräsidenten Bouffier, darüber hinaus, was die Entscheidungsfindung und die Bewerbung angeht, dem Chef der Staatskanzlei, Herrn Staatsminister Wintermeyer und seinen Mitarbeitern, für die hervorragende Begleitung und Beratung auf unserem Weg zum Hessentag 2022 in Haiger“, erklärte der Rathaus-Chef.

Haiger mit seinen knapp 20.000 Einwohnern wird durch die Kernstadt und 13 Stadtteile geprägt. Mit einer vielschichtigen Mischung aus städtischem und ländlichem Raum, gelegen zwischen Westerwald und Rothaargebirge, hat Haiger den Beinamen „Stadt im Grünen“ erhalten. Zudem haben zahlreiche namhafte Unternehmen hier ihren Sitz, einige sind in ihrem Bereich Weltmarktführer. Die im Jahr 778 erstmals urkundlich erwähnte Stadt richtet allerhand, auch über die Ländergrenzen hinweg, bekannte kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise das Altstadtfest oder den Lukas- sowie den Pfingstmarkt, aus.

„Der Hessentag stärkt das Wir-Gefühl der Stadtgesellschaft, gibt wichtige Impulse für die Verbesserung der Infrastruktur, und die starke Marke Hessentag trägt zu einem erheblichen Imagegewinn bei. Das Landesfest hat sich seit seiner Gründung 1961 stetig fortentwickelt und der Zeit angepasst, aber es erfüllt heute mehr denn je auch seine ursprüngliche Aufgabe: zu integrieren und zusammenzuführen“, sagte Staatskanzleichef Wintermeyer.

„Mit dem neuen Konzept 'Hessentag der Zukunft‘ passt sich das Landesfest als wesentlicher Impulsgeber einer nachhaltigen Stadtentwicklung den Rahmenbedingungen der Ausrichter-Kommune an. Dadurch können die Gesamtausgaben für das Land und die Stadt gesenkt werden“, erklärte der Staatsminister.

Für die Durchführung stelle das Land der Stadt Haiger 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon können bis zu zwei Millionen für ein möglicherweise entstehendes Defizit verwendet werden. „Viele Beispiele von erfolgreichen Städten zeigen, wie langfristig das Landesfest positiv wirkt. Ich bin überzeugt, dass auch der Hessentag 2022 ein Gewinn für die Kommune und die Region sein wird“, sagte Wintermeyer.

Nach Wetzlar (1975 und 2012) und Herborn (1986 und 2016) wird der Hessentag nun zum fünften Mal in den Lahn-Dill-Kreis vergeben. In diesem Jahr findet das große Landesfest im nordhessischen Korbach statt. Es folgen Bad Hersfeld 2019, Bad Vilbel 2020 und Fulda 2021. (öah)
 

Stimmen zur Hessentags-Entscheidung

 

Bernd Seipel, Stadtverordnetenvorsteher: „Das ist für Haiger eine einmalige Herausforderung und gleichzeitig eine Chance, uns als Stadt in die Zukunft hinein zu entwickeln. Es hat sehr gute Signale aus der Bevölkerung und der Industrie gegeben – das ist ermutigend und vielversprechend. Ich hoffe, dass wir es schaffen, diese tolle Aufgabe mit großer Geschlossenheit aller Bürger aus Haiger und den Stadtteilen anzugehen.“

 

Peter Hornof, CDU-Fraktionsvorsitzender: „Ich freue mich sehr, dass jetzt wahr wird, was wir uns im Herbst 2015 ausgedacht haben. Jetzt hoffen wir, dass alle Haigerer die Gelegenheit haben, sich in das Projekt Hessentag einzubringen und dass es für die Stadt, die Stadtteile und die gesamte Region ein wunderbares Fest wird. Das wünsche ich mir für die Zukunft.“

 

Katrin Meißner, SPD-Fraktionsvorsitzende: „Ich finde diese Entscheidung sehr gut und freue mich, dass wir bis 2022 noch jede Menge Zeit haben, das Fest gut vorzubereiten. Mit diesem Großereignis kann Haiger noch bekannter gemacht werden. Ich hoffe, dass sich ähnlich wie in Herborn ein positives Gemeinschaftsgefühl der Bürger entwickelt. Ich denke dabei vor allem auch an den Zusammenhalt zwischen der Kernstadt und den Stadtteilen. Außerdem erhoffe ich mir ein Entwicklungspotenzial für die Stadt und eine Nachhaltigkeit.“

 

Rainer Binde, FWG-Fraktionsvorsitzender: „Wir begrüßen die Entscheidung der Hessischen Landesregierung. Natürlich fängt jetzt die Arbeit erst richtig an. Wir hoffen auf eine breite Unterstützung der Veranstaltung durch die heimische Industrie und natürlich darauf, dass die Finanzierung sichergestellt werden kann.“

 

Carsten Seelmeyer, FDP-Fraktionsvorsitzender: „Das ist eine zukunftsweisende Entscheidung für die Stadt Haiger. Diese Fahrt nach Wiesbaden kann man als historisch bezeichnen. Ich erwarte mir von dieser Entscheidung einen riesigen Impuls für die Stadtentwicklung. Jetzt können wir die Zukunft mitgestalten und die Stadt nach vorne bringen.“

 

Jürgen Grimm, Geschäftsführer Weiss Chemie und Technik, Kreis Haigerer Unternehmer: „Ich freue mich sehr für Haiger, die Menschen, die Unternehmen, die Region, dass der Hessentag in 2022 bei uns stattfinden kann. Ein besonderes Dankeschön an unseren Bürgermeister Herrn Mario Schramm und die Vertreter der städtischen Gremien und der Stadtverwaltung. Auf ein gutes Gelingen.“