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Hunde bitte anleinen 

 

Bürgermeister Schramm appelliert an Besitzer 

 

Haigers Bürgermeister Mario Schramm appelliert an alle Hundebesitzer im Stadtgebiet Haiger, ihre Hunde anzuleinen. „Das hat etwas mit Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme gegenüber Mitbürgern und in der Natur lebenden Tieren zu tun“, erklärte der Rathaus-Chef.

Eine Leinenpflicht für Hunde gibt es in Haiger und den 13 Stadtteilen zwar nicht. Die „Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden“ (kurz: HundeVO) schreibt allerdings vor, dass Hunde, die bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, Märkten, Messen oder sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgeführt werden, anzuleinen sind.

„Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.  Sie dürfen außerhalb des eingefriedeten Besitztums der Halterin oder des Halters nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden“, heißt es unmissverständlich in der „HundeVO“.

Wie Timo Dietermann und Rebecca Tropp vom Haigerer Fachdienst „Allgemeine Ordnungsangelegenheiten“ erklärten, ist das Anleinen der Hunde sinnvoll, weil auf vielen Spazierwegen auch Fußgänger, Radfahrer, Familien mit Kindern und vor allem auch andere Hunde unterwegs sind. „Da kann es schnell zu brenzligen und ungewünschten Situationen kommen“, sagte Fachbereichsleiter Timo Dietermann.

Auch Frank Zielberg vom Fachdienst Jagdangelegenheiten unterstützt den Appell. Wie er mitteilte, hat es in der Vergangenheit immer wieder Klagen aus Kreisen der Jägerschaft gegeben, nachdem freilaufende Hunde junge Wildtiere „gerissen“ hatten. Das Hessische Jagdgesetz regele eindeutig, dass es verboten sei, Hunde (und auch Katzen) in einem Jagdbezirk unbeaufsichtigt laufen zu lassen.

Dies sei besonders in der von Anfang April bis Mitte Juli andauernden Brut- und Setzzeit wichtig. Dann brüten viele Vogelarten am Boden oder in Bodennähe, auf Wiesen und Weiden, aber auch auf Randstreifen, an Wegesrändern, unter Hecken und Gebüschen. Rehe sind trächtig und bringen ihre Jungen zur Welt.

„Der Jagdtrieb des Hundes kann schnell zur Gefahr für die wildlebenden Tiere und deren Nachwuchs werden“, warnt Zielberg. Deshalb sei es wichtig, dass die Halter ihre Hunde unter Kontrolle halten und sich diese somit nicht unbeaufsichtigt entfernen können. Die Ordnungsverwaltung rät dazu, die Hunde anzuleinen und wies ausdrücklich auf mögliche Konsequenzen für Hundehalter hin, wenn Wildtiere durch unbeaufsichtigt herumlaufende Hunde verletzt oder getötet werden. 

 

 

 

 

Bürgermeister Mario Schramm hatte erst kürzlich an die Hundehalter appelliert, im Zusammenhang mit Hundekot sorgfältiger zu sein und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen. „Wir sind eine tier- und hundefreundliche Stadt und wollen niemandem den Spaß nehmen, den er mit seinem Vierbeiner hat“, sagte Schramm.

Dennoch sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und eine Plastiktüte mitzunehmen, um den Hundekot in bereitgestellte Müllbehälter werfen zu können. In der Kernstadt und den 13 Stadtteilen gibt es zahlreiche „Dog Stations“, die vom Bauhof mit Tüten bestückt werden.

Diese Stationen sind an folgenden Standorten zu finden:


Kernstadt: „Mühlenstraße“/“Aubachbrücke“, Haiger-Center/“Bahnhofstraße“, Haarwasen/Parkplatz Trimmpfad

Stadtteile: Rodenbach – Bahnbrücke „Zum Tiergarten“, Steinbach –
i. V. „Fortshausstraße“, Sechshelden – in Höhe Dorfgemeinschaftshaus, Niederroßbach – Ortsausgang in Richtung Rodenbach, Fahrradweg, Weidelbach – Dorfmittelpunkt, Oberroßbach – Brandweiher „Kurtenbach“, Allendorf – Parkplatz Kindergarten, Flammersbach – Dorfmitte Bushaltestelle, Haigerseelbach – „Am Berg“ (Verbindungsweg nach Steinbach), Langenaubach – Ecke „Sonnenwiese“/“An der Kalkhecke“, Fellerdilln – Fußweg zum Bahnhof Dillbrecht (öah)