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Saugen statt Baggern - neue Technik im Einsatz 

 

Die Telekom nutzt in Haiger neueste Technik

 

Kernstadt und alle Stadtteile werden bis Ende Januar 2017 ans Breitband-Netz angebunden

 

HAIGER „Saugen statt baggern“ lautet das Motto der deutschen Telekom bei der Breitband-Verkabelung der Haigerer Kernstadt und der Ortsteile. Mit hochmodernen Saugbaggern werden derzeit 51 Gräben ausgehoben, um bestehende Schaltkästen durch moderne Multifunktionsgehäuse ersetzen zu können. Auch durch diese Technik kommen die Arbeiten schneller voran als erwartet: Nach dem aktuellen Zeitplan werden die Kernstadt und alle Stadtteile Ende Januar 2017 an das Breitband-Netz angebunden sein.


Haigers Bürgermeister Bürgermeister Mario Schramm lobte den guten Verlauf der Arbeiten („Sie sind deutlich schneller als Ihr Zeitplan, und das freut uns sehr“) und überzeugte sich am Donnerstag gemeinsam mit Hermann Steubing (lahn-dill-breitband) und Jens Dechert (Projektleiter Telekom) in Allendorf von der neuen und innovativen Technik. Wie Jens Dechert berichtete, werden 51 Schaltschränke mit dem Netz verbunden – dazu muss die Firma „Leinberger Bau“ knapp 22 Kilometer Gräben baggern. Zusammen mit den vorhandenen 35 Kilometern Rohren könnten dann 57 Kilometer Glasfaser in die Erde gebracht werden, sagte Dechert. „Wir haben Haiger in einen Schweizer Käse verwandelt.“


Der Tiefbau sei Mitte November fertig, und damit stehe auch der Inbetriebnahme im Januar 2017 nichts im Wege. Weidelbach und Offdilln seien bereits seit März 2016 am Breitband-Netz, Sechshelden werde vermutlich bis Ende September über das „schnelle Internet“ verfügen. Flächendeckend sollen dann 50 Mbit pro Sekunde angeboten werden.

 

Dechert bedankte sich für die gute Kooperation mit der Stadt und den Stadtwerken: „Das hat reibungslos geklappt.“

 

Wie Henoch Leinberger von der ausführenden Baufirma erklärte, setzen die Experten auf die neue Saugbagger-Technik, weil dadurch viel Handarbeit wegfällt. Da rund um die Schaltkästen viele Kabel verlaufen, würde ein herkömmlicher Bagger sehr behutsam eingesetzt werden müssen – dennoch bliebe die Gefahr zerfetzter Leitungen, mit den entsprechenden Folgen für die Bürger. Der Saugbagger kann schnell und problemlos das Erdreich absaugen, lediglich größere Steine müssen von Hand entfernt werden. Selbst mit Schiefermaterial kommt der Lkw mit dem großen Rüssel (Durchmesser 25 Zentimeter) problemlos klar. Er verfügt über zwei Turbinen, die mit 0,8 Bar Leistung das Erdreich in einen acht Kubikmeter großen Behälter saugen.

Bürgermeister Schramm zeigte großes Interesse an der Saugbagger-Technik und berichtete, die Akzeptanz für die Bauarbeiten sei sehr hoch. „Die Endverbraucher sind kaum verärgert, weil sie wissen, dass es um das begehrte Breitband geht.“ Die von der Telekom beauftragte Firma leiste „hervorragende“ Arbeit und sei deshalb auch dem Zeitplan voraus. „Die Stadt hat ein hohes Interesse daran, dass ihre Bürger und auch die Firmen über schnelles Internet verfügen“, sagte der Rathaus-Chef.

Schramm wies abschließend darauf hin, dass nach Fertigstellung der Breitband-Verkabelung eine Informationsveranstaltung für Bürger stattfinden werde, zu der es rechtzeitig eine Einladung gebe.