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Wichtigstes Projekt der letzten Jahre 

Ab dem 31. Januar „schnelles Internet“ in Haiger und den Stadtteilen

 

„Das wichtigste Infrastruktur-Projekt der letzten Jahre wird heute hier abgeschlossen“, sagte Bürgermeister Mario Schramm bei Inbetriebnahme-Veranstaltung des „schnellen Internets“ in der Haigerer Stadthalle. Rund 500 Bürger zeigten Interesse an dem Thema Breitband und ließen sich von der Telekom und der Lahn-Dill-Breitband über die neuen Möglichkeiten informieren, die mit dem „schnellen Internet“ existieren.

 

Bürgermeister Mario Schramm zeigte sich erfreut, dass „der letzte Akt fürs schnelle Internet im Lahn-Dill-Kreis erreicht ist“. Jetzt kämen alle Stadtteile in den Genuss und könnten ab dem 31 Januar über das schnelle Internet verfügen. Bereits beim ersten Spatenstich 2014 in Bischoffen hätten sich die Lahn-Dill-Breitband und die 21 Kommunen des Lahn-Dill-Kreises mit der Deutschen Telekom darauf verständigt, dass die Gesamtmaßnahmen nach zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein sollten. „Hier muss ich den  Auftragnehmer Telekom loben, die den Termin zu 100% eingehalten hat.“ Durch das 44-Millionen-Projekt werde sichergestellt, dass rund 95 % aller Haushalte im Lahn-Dill-Kreis, die schnelle Internetverbindung erhalten.

 

Es sei enorme Leistung, 194 Kilometer Gräben auszuheben, 421 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen und 520 neue Multifunktionsgehäuse eines heimischen Herstellers aufzustellen und zu verkabeln. Er wolle allen Beteiligten ganz herzlich für diese Leistung und fristgerechte Ablieferung danken. Ganz besonders dem „Motor“ dieser Initiative, Landrat Wolfgang Schuster, der von Anfang an überzeugt war: „das kriegen wir hin“. Schramm dankte ferner der Lahn-Dill-Breitband, die speziell für dieses Projekt gegründet worden war. Klaus Bernhardt und zum anderen Hermann Steubing hätte enorm viel Zeit investiert. Auch die Telekom und hier besonders Projektleiter Jens Dechert und die  Subunternehmungen hätten tolle Arbeit geleistet.

 

Klaus Bernhardt von der Steuerungsgruppe Lahn-Dill-Breitband zeigte sich begeistert von der Resonanz. „Es ist ein guter Tag für die Region“, sagte Bernhardt. 250.000 Menschen in 120.000 Haushalten könnten nun mit Breitband versorgt werden. Auch 20.000 Firmen und 3000 Handwerksbetriebe könnten von dem schnellen Internet profitieren.

 

Ziel sei es gewesen, Glasfaser in jedes Dorf zu liefern und dort 95 Prozent aller Haushalte mit einer Mindestgeschwindigkeit von 30 Mbit (download/10 Mbit upload) zu versorgen. Der Baukostenzuschuss der Städte und Gemeinden sowie des Kreises liege bei 8,4 Millionen Euro. In Haiger werden 6310 Haushalte versorgt. Dabei seien 51 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt worden. Sollte das Vectoring erlaubt werden, wovon im Jahr 2017 auszugehen sei, könne noch einmal eine Verdopplung des Tempos auf zum Teil 100 Mbit erreicht werden. Einzelne Firmen könnten künftig bei Bedarf mit Glasfaser direkt angebunden werden. Derzeit bestehe die „letzte Meile“ vom Verteiler bis zum Gebäude aus Kupferkabel, sagte Bernhardt.

Die Lahn-Dill-Breitband plane, die Geschwindigkeit für außerhalb liegende Gebäude sowie Industrie- und Gewerbegebiete noch zusätzlich zu weiter zu verbessern.

 

„So viele Besucher hatten wir nicht erwartet“, freute sich David Schmidt, Vertriebsmanager der Deutschen Telekom. Ende des Monats sei die komplette Vorwahl 02773 mit dem schnellen Internet versorgt. Kunden könnten Anschlüsse über die Telekom und viele weitere Anbieter buchen. Das sei nach dem 31. Januar möglich, wobei es keine automatische Umstellungen gebe. Jeder Kunde müsse einen Anbieter beauftragen. Wann er das tue, sei allein dem Kunden überlassen.

 

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Besucher die Gelegenheit, Fragen zum Thema zu stellen. Im Foyer des Rathauses nutzten einige Internet-Anbieter die Gelegenheit, ihre Produkte vorzustellen.