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Ehrungen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehren-Stadträte und Stadtälteste ernannt

 

Parlamentspräsident Seipel zeichnet verdiente Kommunalpolitiker aus

 

Die Stadt Haiger hat neue Ehren-Stadträte sowie eine neue „Stadtälteste“. Sie wurden vom Stadtverordnetenvorsteher Bernd Seipel in der Parlamentssitzung am Mittwochabend ernannt. Die einstigen Stadträte Klaus-Peter Albrecht, Heinz Gerhardt, Jürgen Heinz, Peter Ullrich und Peter Wolff dürfen sich nun Ehren-Stadträte nennen. Magdalene Seipel, die nach 27 Jahren als Stadtverordnete nicht mehr zur Wahl angetreten war, ist jetzt „Stadtälteste“.

Alle Geehrten haben sich „sehr lange Zeit in den politischen Gremien eingebracht“ und waren „ mindestens 20 Jahre aktiv“, wie Bernd  Seipel berichtete. Jeder habe „über viele Jahre einen Teil seiner Zeit und Kraft den Menschen unserer Stadt zur Verfügung gestellt“. Die Kommunalpolitiker hätten ihr Leben so organisiert, „dass Zeit für Sitzungen, Besichtigungen und Jubiläen war“. Dieser Einsatz sei nicht hoch genug einzuschätzen. „Ich wünsche mir, dass es in den kommenden Jahren weiterhin derart engagierte Kommunalpolitiker gibt, die bereit sind, sich für ihre Stadt einzusetzen“, sagte Seipel.

Seine Ehefrau Magdalene Seipel war 27 Jahre Stadtverordnete und arbeitete 14 Jahre als Fraktionsvorsitzende der CDU. Sie sei Initiatorin des Ältestenrates gewesen, der „eine segensreiche Arbeit leistet“, erklärte Seipel. In diesem Gremium könne „so manche Ecke kann im Vorfeld einer Sitzung entschärft werden“. Die Arbeit als Fraktionsvorsitzende sei sicher nicht immer schmerzfrei verlaufen, meinte der Parlamentspräsident und berichtete, der Berufswunsch seiner als Kind sei Verkäuferin gewesen. Jetzt als Pensionärin erfülle sich dieser Wunsch im Haigerer Flohmarktladen „Sozius“, in dem Magdalene Seipel mit Begeisterung mitarbeite.

Der einstige Erste Stadtrat Klaus-Peter Albrecht (CDU) war 23 Jahre lang im Dienste der Stadt Haiger unterwegs, 19 Jahre als Stadtrat und 15 Jahre davon als Erster Stadtrat. „Vor allem die Stellvertretung des Bürgermeisters hat ihm richtig Spaß gemacht“, berichtete Bernd Seipel. Albrecht sei ein geschätzter Gesprächspartner bei Jubiläen aller Art gewesen und ein „stets um Ausgleich und Frieden bemühter Mensch“. Durch diese spezielle Charaktereigenschaft habe er manches Positive in der Stadt bewirkt. Der „gewiefte Taktiker“ sei auch im Tennisclub Haiger und anderen Organisationen aktiv gewesen.

Stadtrat Heinz Gerhardt war 31 Jahre in Haiger in städtischen Gremien aktiv und hat außerdem acht Jahre Erfahrung in der Gemeinde Weidelbach gesammelt. Zehn Jahre lang gehörte er dem Magistrat an. „Durch seinen  beruflichen Hintergrund in der freien Wirtschaft hat er neue Sichtweisen in die Arbeit des Parlaments und des Magistrats gebracht“, sagte Seipel. Das seien „befruchtende Impulse“ gewesen. Hobby des neuen „Ehrenstadtrats“ seien Städtereisen und Besuche der Kanaren-Insel Gran  Canaria.

Jürgen Heinz (FWG) blickt auf 35 Jahre Mitarbeit in Parlament und Magistrat zurück. „Er ist ein echter Verwaltungsfachmann, war 26 Jahre im Magistrat und konnte aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit immer auf Augenhöhe mit den Verwaltungsleuten des Rathauses reden“, sagte Seipel. Jürgen Heinz sei ein vielfach interessierter Mensch und habe sich auch im  Fußballverein, im Elternbeirat und im Kirchenvorstand eingebracht. „Außerdem ist er ein absoluter Familienmensch“, berichtete Seipel.

Rekordhalter unter den frischgebackenen Ehrenstadträten ist Peter Ullrich (CDU). Der Steinbacher war 38 Jahre lang in politischen Gremien aktiv. Zuletzt sechs Jahre als Stadtrat, davor als Stadtverordneter. Wie Seipel erläuterte, begann er seine Tätigkeit noch gemeinsam mit Bürgermeister Willi Kröckel. „Peter Ullrich kommt aus dem Handwerk und brachte sich und sein Wissen sehr gut in die Gremien ein“, lobte Seipel: „Es ist gut, dass wir nicht nur Theoretiker im Parlament haben, sondern auch Persönlichkeiten, die aus der Praxis kommen und wissen, was in der Praxis abgeht.“ Zur Entspannung befasse sich der Christdemokrat in nächtelangen Sitzungen mit seiner Briefmarkensammlung.

Auch Stadtrat Peter Wolff (SPD) darf sich jetzt Ehrenstadtrat nennen. Wie alle anderen Geehrten hat er auch das „Glöckchen“ der Stadt Haiger für mehr als 20-jährige kommunalpolitische Arbeit sowie den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten. Er brachte sich fünf Jahre als Stadtrat und 26 Jahre als Stadtverordneter in Haiger ein. Bernd Seipel hob in seiner Laudatio darüber hinaus das große Engagement Wolffs in seinem Heimatort Langenaubach hervor. In der Tat ist Wolff seit 50 Jahren Mitglied im  Sportverein SSV, wo er als aktiver Fußballer, aber auch im Vorstand und als Betreuer wirkte. Zudem gehört er dem VdK und dem Schützen sowie dem Heimat- und Wanderverein an. „Peter Wolff ist ein sehr engagierter Bürger seines Heimatortes“, sagte Seipel. (öah)

 

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Helmut Wengenroth erhält den Ehrenamtspreis der Stadt Haiger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helmut Wengenroth aus Flammersbach hat den Ehrenamtspreis der Stadt Haiger erhalten. Im Rahmen der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2016 wurde er für seinen großen Einsatz ausgezeichnet. Der Hobby-Historiker hat die Daten von Kriegsopfern gesammelt und dokumentiert. „Mit dieser wertvollen Arbeit haben Sie vielen Menschen in unserer Stadt geholfen“, sagte Parlamentspräsident Bernd Seipel in seiner Laudatio.

Die Hauptsatzung der Stadt gebe dem Parlament die Möglichkeit, Menschen mit dem Ehrenamtspreis hervorzuheben, die sich zum Beispiel durch soziale Arbeit, Kultur- und Brauchtumspflege oder Jugendarbeit außerhalb von Vereinen und Gruppen verdient gemacht hätten.

Wengenroth habe einen außergewöhnlichen Arbeitsschwerpunkt gefunden und sei „mit höchster Energie aktiv gewesen“, sagte Seipel. „Sie haben großartige Arbeit geleistet bei der Aufarbeitung von Kriegsgefallenen  in Haiger und den Stadtteilen und einige ungeklärte Schicksale aufgeklärt „, sagte Seipel. Wengenroth habe akribisch eine wertvolle Arbeit in Gang gesetzt und zum Beispiel Soldatenfriedhöfe besucht, um den Werdegang von Kriegsopfern zu verfolgen.

Wie Wengenroth im Parlament berichtete, hat er auch alle Haigerer Friedhöfe  besucht, Denkmäler und Namenstafeln fotografiert und anschließend die Namen der Opfer recherchiert. Zusammengestellt wurde anschließend eine Liste mit gefallenen  Soldaten sowie getöteten Juden und Zwangsarbeitern Dabei kamen im Zweiten Weltkrieg 1009 und aus dem Ersten Weltkrieg 333 zusammen.

Der Computerexperte Wengenroth hat aus den zahlreichen Daten eine Dokumentation zusammengestellt, die auf zwei DVDs verewigt wurde. 

Gemeinsam mit Bürgermeister Mario Schramm überreichte Parlamentspräsident Seipel eine Ehrenurkunde, eine Anstecknadel sowie einen Blumenstrauß an den Ehrenamtspreis-Träger.

Die Haigerer Ehrenamts-Preisträger

2015:  Natilla Nersesyan-Hotico, Stefan Weskamp, Piero Scarfalloto (Flammersbach), Margret (Maggi) Unmann, Fatih Ünal
2013: Helmut Benner (Oberroßbach), Harro Schäfer (Offdilln)
2011: Edeltraud und Jan Janzweert (Haiger-Seelbach), Helmut Krenzer (Weidelbach), Anni Vahlsing (Sechshelden)
2010: Heinz Franz

2006: Gerhold Rompf (Haiger-Seelbach)

2005: Werner Kasteleiner

2004: Johanna Thielmann