Sie befinden sich hier: Haiger

Headerbild

Aus Kooperation wird Freundschaft

Wie aus einer Zusammenarbeit

eine langjährige Freundschaft wurde

 

Freundschaft kann man nicht verordnen, sondern sie muss wachsen. Das wurde bei den Feierlichkeiten zur 25-jährigen Partnerschaft zwischen Haiger und der thüringischen Gemeinde Wolfsberg – ehemals Gräfinau-Angstedt - deutlich. Über 30 Thüringer waren dazu nach Haiger gekommen, wo anlässlich des Jubiläums ein umfangreiches Programm organisiert worden war. Unter anderem wurden Geschenke ausgetauscht und eine Partnerschaftsurkunde  unterzeichnet.

 

„Wir sind einander noch einmal deutlich näher gekommen“, freute sich Haigers Bürgermeister Mario Schramm, der in seiner früheren Funktion als Leiter des städtischen Hochbauamtes zu den Pionieren der Partnerschaft gehörte, nach dem Wochenende. Auf dem Marktplatz hatte er gemeinsam mit Fachdienstleiter Andreas Rompf (Organisator des Treffens) die Delegation aus Thüringen um Bürgermeister Lars Strelow begrüßt.

Anschließend nutzten die Gäste und die Haigerer Magistratsmitglieder sowie der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Lorenz Franz die Gelegenheit, den Bienen- und Naturschutztag zu besuchen oder  an einer Stadt- und Kirchenführung teilzunehmen. Nachdem man sich auf dem Marktplatz Kaffee und Waffeln der Landfrauen Allendorf hatte schmecken lassen, folgte eine Zeit zur freien Verfügung, während der zwei Erzieherinnen aus Wolfsberg die Kita „Fahler“ besichtigten.

Am Abend stand ein Empfang in der Stadthalle im Mittelpunkt, bei dem Paulina und Johannes Monno (Gitarre) sowie die Poetry-Slammer René Schierl und Sascha Kirchhoff für Glanzlichter sorgten.

Bürgermeister Mario Schramm erinnerte daran, dass „aus einer kommunalen Zusammenarbeit eine Freundschaft geworden ist. Der einstige Wolfsberger Bürgermeister Georg Juchheim habe die ersten Fäden geknüpft, anschließend habe es viele gegenseitige Besuche – darunter auch Betriebsausflüge – gegeben. „Es gibt viele schöne und verbindende Erinnerungen an unsere Freundschaft“, sagte Schramm und lobte die „Thüringer Tage“, die in Haiger längst zu einer Institution geworden seien. „Wir bleiben Freunde, egal was passiert“, erklärte der Bürgermeister und erinnerte an die gerade laufenden Bestrebungen, Wolfsberg in einer neuen Gebietsreform der Stadt Illmenau zuzuteilen.

Als Zeichen der Freundschaft überreichte er seinem Kollegen Lars Strelow eine Eiche. „Die kann sehr alt werden, das gleiche wünschen wir uns für unsere partnerschaftliche Beziehung.“  Schramm verlas ein Grußwort des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Dieser hatte erklärt, das Geheimnis guter Partnerschaften seien persönliche Kontakte. Nur dadurch werde eine Beziehung zweier Gemeinden „mit Leben gefüllt“.

Wolfsbergs Bürgermeister Lars Strelow versprach seinem Amtskollegen, die Eiche werde einen schönen  Platz erhalten und überreichte einen Gingko-Baum, der ebenfalls als Symbol für Treue und Langlebigkeit dienen solle. Die Thüringer Delegation habe Haiger „noch einmal neu kennen gelernt“ und sei sehr dankbar für die Freundschaft. „Unsere Beziehung ist unkompliziert und freundschaftlich“, sagte Strelow und dankte allen, „die diese Partnerschaft in den 25 Jahren aktiv gestaltet haben“. Auch wenn auf Wolfsberg eine „Zeit des Wandels“ zukomme, solle die Partnerschaft bestehen bleiben. 

Am Ende des offiziellen Programms trug sich Lars Strelow in das Goldene Buch der Stadt Haiger ein. Anschließend wurde eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet, bevor Gastgeber und Gäste sich in lockerer Runde bei einem guten Essen noch näher kennenlernen konnten. Am Sonntag trat die Thüringer Delegation – die Eiche im Gepäck – wieder die Heimreise an. (Fotos: Triesch; Helmut Schneider)