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"Herrliches Hessen" dreht in Haiger

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen

 

Hessischer Rundfunk startet Dreharbeiten für „Herrliches Hessen“

 

HAIGER „Wer hat da bloß seinen Teller nicht leer gegessen“, scherzte Redaktionsleiter Axel Mugler vom Hessischen Rundfunk angesichts des Dauerregens. Die TV-Leute, die mit den Dreharbeiten zur 45-minütigen Sendung „Herrliches Hessen“ begonnen haben, nehmen es mit Fassung. „Einige Themen kann man auch im Regen abarbeiten“, weiß Mugler, bei anderen Bereichen müssten Drehtermine eben verschoben werden. Der Sendetermin steht bereits fest: Die Sendung aus Haiger wird am 22. November zur besten Sendezeit (20.15 Uhr) im hr-Fernsehen gezeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über 20 Mitarbeiter des „hr“ um Axel Mugler und den bekannten Moderator Dieter Voss logierten im Flammersbacher „Tannenhof“ und starteten von dort mit bis zu acht Fahrzeugen zu ihren Dreharbeiten in der Region. Mit dabei sind ein großer Kran, jede Menge Kameras, Lampen und Aufnahmegeräte sowie eine Drohne, um auch Luftbilder aus dem „Herrlichen Haiger“ zeigen zu können.

Zu Haiger und der Region gehört natürlich die bundesweit einzigartige Haubergswirtschaft, die sich die TV-Macher von Johannes Eckhardt vom Heimat- und Geschichtsverein Offdilln erklären ließen. Der Verein betreibt seit Jahren einen historischen Hauberg, um an die genossenschaftliche Waldbewirtschaftung zu erinnern, die seit mehrerer hundert Jahren im benachbarten Siegerland und im Dillkreis zum Tragen kommt.

 

Jede Menge „Action“ erlebte das Team in der Sechsheldener Hardt, wo die Kameraleute die Ziegen beim Entbuschen der „Hardt“ beobachteten. Besitzer Rolf Lückhof erklärte dem Team kenntnisreich, welche Aufgabe die Tiere haben, die seit Jahren quasi „städtische Mitarbeiter“ sind. Sie knabbern in diesem Bereich – der als Ausgleichsfläche zum Industriegebiet „Kalteiche“ gilt – den Ginster ab und sorgen so dafür, dass die Fläche ökologisch wertvoller wird. Während vorher reiner Kiefernwald und Ginster das Bild dominierte, herrscht jetzt eine natürliche Vegetation mit einer deutlich größeren Artenvielfalt. „Sie haben das gemacht wie ein Profi, besser geht es nicht“, lobte Axel Mugler nach dem Interview den Schäfer, der in der Tat so locker mit Moderator Voss plauderte, als habe er sein Leben lang nichts anderes gemacht. Auch die Ziegen spielten mit und ließen sich während des Drehs von Voss mit Leckerlis füttern. Das Team drehte tolle Bilder – nur gut, dass es noch kein „Geruchsfernsehen“ gibt…

Spannend wurde es am Mittwochnachmittag, als die TV-Truppe bei der Firma „Hailo Wind-Systems“ in Flammersbach eine Höhenrettung aus einem Windrad drehte. Die Firma rüstet Windräder mit Leitern und Aufzügen aus und hat für Trainingszwecke einen Windkraftturm im Industriegebiet „Schimberg/Weihern“ aufgebaut. Angeblich soll dabei kurzfristig auch Moderator Dieter Voss den Boden unter den Füßen verloren haben – die Details werden bei der Ausstrahlung der Sendung im November zu sehen sein.

Weitere Drehorte des Teams sind oder waren die Ballettschule von Daniela Manolescu Ivanisi, der Wochenmarkt, der Eduardsturm und die Langenaubacher Metzgerei Schneider, wo die TV-Crew sich ein „Aubacher Viertel“ schmecken ließ und erfuhr, was unter einem „Aubacher Adventskalender“ zu verstehen ist. Auch die Raststation „Wilde Weiber“ mit ihrem herrlichen Blick gehörte zu den Anlaufpunkten der Fernsehleute.

Am Freitag soll dort auch der Abschluss der Dreharbeiten begangen werden. Angesichts des Wetters ist es aber durchaus möglich, dass das ein oder andere Teammitglied auch nochmal das Funkhaus in Frankfurt verlassen muss, um nach Haiger zu fahren. (öah)

 

Alle Fotos: Stadt Haiger

 

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„Haiger ist eine interessante Stadt“

 

Der HR dreht für „Herrliches Hessen“

 

„Über Haiger gibt es viel zu berichten – die Stadt ist wirklich interessant“, freut sich Redakteur Axel Mugler vom Hessischen Rundfunk nach einem erneuten Besuch der nördlichsten Dillkreisstadt. Gemeinsam mit einem fünfköpfigen Expertenteam sah sich Mugler am Dienstag die Stadt und diverse Drehorte an, die in der Sendung „Herrliches Hessen“ vorkommen werden. Diese 45-minütige Reportage wird in den nächsten 6 Wochen gedreht und am 22. November ausgestrahlt.

 

Bürgermeister Mario Schramm ist begeistert. „Es freut mich sehr, dass dieser Film gedreht wird. Die Menschen in Haiger verdienen es, wenn über die Stadt und ihre 13 Stadtteile berichtet wird.“

Axel Mugler und sein Team hatten eine kleine „Rundreise“ zusammengestellt, die in Sechshelden bei den Ziegen von Rolf Lückhof begann. Diese vierbeinigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind auf der Sechsheldener „Hardt“ damit beschäftigt, das Gelände zu entbuschen und damit biologisch wertvoller zu machen. Die „Hardt“ ist als Ausgleichsfläche für das Industrie- und Gewerbegebiet „Kalteiche“ ausgewiesen.

Anschließend ging es in luftige Höhen, als das Team bei der Firma „Hailo Windsystems“ in Flammersbach Station machte. Das zur JLU-Gruppe gehörende Unternehmen stellt Leitersysteme und Aufzüge für Windkraftanlagen her. Marketingleiter Christopher Bahl und Michael Herre (Leiter Safety- und Rescue-Academy) zeigten den TV-Machern den eigens im Gewerbegebiet „Schimberg/Weihern“ errichteten Windkraft-Turm, in dem Servicemitarbeiter von Stromkonzernen ausgebildet werden.

Einen tollen Fernblick genoss das Team an der Raststation der Langenaubacher Heimat- und Wanderfreunde. Die Jausenstation „Zu den wilden Weibern“ hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Viele Rothaarsteig-Wanderer besuchen die Blockhütte, die bei guter Witterung einen wunderbaren Ausblick bietet.

Kulinarisch endete der Besuch der Fernsehmacher im Schlachthaus der Metzgerei Schneider in Langenaubach. Von den beiden Metzgermeistern Manfred und Christian Schneider ließen sich die Frankfurter in die Geheimnisse des „Aubacher Viertels“ einweihen. „Das ist wirklich eine interessante Geschichte“, staunte Axel Mugler. Die Schneiders haben sich den Begriff beim Deutschen Patentamt schützen lassen und kennen viele Geschichten zu dem Stück Fleischwurst, das zwar „Viertel“ heißt, aber keinesfalls nur 125 Gramm, sondern meistens 250 Gramm (und mehr) wiegt. In „Herrliches Hessen“ erfahren die Fernsehzuschauer, wie der Name entstand und vermutlich auch, was sich hinter einem „Aubacher Adventskranz“ verbirgt.

Ziegen, Aussichtsplätze, Windkraft-Türme, Fleischwurst – das ist ja mal eine interessante Mischung. Mal sehen, welche interessanten Geschichten die Fernsehmacher um Moderator Dieter Voss noch so „ausgraben“. Alles verraten wollen sie natürlich noch nicht. Anfang August reisen sie mit einem großen Team an, um die Dreharbeiten in Angriff zu nehmen. (öah)