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Eichen-Bank in Plombières übergeben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die befreundeten Gruppen vor dem Rathaus. (Foto: Hans-Otto Thorn)

 

ÜBERGABE Delegation aus Sechshelden und Haiger reist nach Frankreich

PLOMBIERES/HAIGER Keine halben Sachen machen wollten die Mitglieder des Sechsheldener Verschwisterungskomitee und die Haigerer Stadtverwaltung. Deshalb reisten jetzt 16 Sechsheldener und Haigerer Bürger nach Plombières-lès-Dijon, um in der Partnerstadt eine große Eichenbank aufzubauen.

 

Diese soll an die 50-jährige Freundschaft beider Orte erinnern. Das vom städtischen Mitarbeiter Christoph Krumm liebevoll aus einem über 150 Jahre alten Eichenstamm gearbeitete Einzelstück hatte eigentlich bereits beim Treffen der befreundeten Kommunen im Mai dieses Jahres übergeben werden sollen. Allerdings war die Bank derart wuchtig, dass die Delegation aus der der Region Bourgogne-Franche-Comté nach dem Besuch in Haiger nur Teile mit nach Frankreich nehmen konnte.

Die Sechsheldener machten daraus eine Tugend und starteten jetzt für ein Wochenende nach Plombières, um die restlichen Teile zu übergeben und zusammenzubauen. Die 640 Kilometer lange Strecke verging wie im Flug, und in dem 2000-Seelen-Ort wurden die Dillkreisler von Bürgermeisterin Monique Bayard sowie Olivier Bonnet vom Verschwisterungskomitee Plombières empfangen.  

Nach der Ankunft baute die von Volker Reeh (Verschwisterungskomitee Sechshelden) und Haigers Kulturamtsleiter Andreas Rompf (in Vertretung des urlaubenden Bürgermeisters Mario Schramm) angeführte Delegation die Bank zusammen, die am Samstagmorgen in einem von etwa 50 Bürgern besuchten feierlichen Akt übergeben wurde.

Andreas Rompf richtete die Grüße des Bürgermeisters aus und erklärte: „Der Stadt Haiger ist sehr daran gelegen, dass diese bereits 50 Jahre währende Freundschaft noch lange erhalten bleibt.“ Volker Reeh erinnerte an die Symbolik der robusten Eichen-Bank, deren Beständigkeit die Dauerhaftigkeit der Freundschaft widerspiegele. „Wir hoffen sehr, dass sich auch weitere junge Leute bereitfinden, diese Verbindung weiterzutragen.“  

Bürgermeisterin Monique Bayard, die seit 2014 im Amt ist, bezeichnete die gelebte deutsch-französische Freundschaft als eine „Herzensangelegenheit“ beider Orte. Die Partnerschaft zwischen Sechshelden und Plombières-lès-Dijon begann bereits im Zweiten Weltkrieg, als der französische Kriegsgefangene Anton Bossard krank in einer unbeheizten Scheune in Sechshelden lag. Die Familie Hutschmann sorgte trotz strenger Verbote dafür, dass der „Feind“ warme Milch erhielt und gesund werden konnte. Diese Geste der Menschlichkeit war der Ausgangspunkt für eine Beziehung, die aus Kriegsgegnern Freunde machte.

Nach dem offiziellen Empfang trafen sich die Gastgeber und ihre Freunde bei strahlendem Sonnenschein zum Picknick im Park der Stadthalle. Die weitere Zeit stand zur freien Verfügung der deutschen Mitreisenden.

Alle Gäste waren wie immer in Familien untergebracht. Zwischen den beiden Orten gibt es private Freundschaften, die zum Teil seit Jahrzehnten bestehen. Kontakt: Verschwisterungskomitee Sechshelden, Volker Reeh, Reuterweg 7, Haiger-Sechshelden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Bank als Symbol der Beständigkeit: Andreas Rompf (Kulturamt der Stadt), Bürgermeisterin Monique Bayard, Volker Reeh (Verschwisterungskomitee Sechshelden) und Olivier Bonnet (Verschwisterungskomitee Plombières) testen das Gastgeschenk, das seinen Platz im Eingangsbereich der Stadthalle gefunden hat. Auf der Bank befinden sich die Stadtwappen von Plombières und Haiger. Christoph Krumm, städtischer Bediensteter, baute die Bank aus einem über 150 Jahre alten Eichenstamm. (Foto: Hans-Otto Thorn)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Picknick im schönen Park der Stadthalle von Plombières. (Foto: Hans-Otto Thorn)