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Radsportler erklimmen die Kalteiche 

 

Höhepunkt der Radtour „Menschen für Kinder“ am 9. September in Haiger

 

„Das wird eine ganz schön anstrengende Tour“, meint Matthias Späth vom Verein „Menschen für Kinder“. In der Tat haben die 500 Radler, die am 9. September dieses Jahres an der Volkshalle in Ehringshausen zur diesjährigen Benefiz-Tour starten, ein ambitioniertes Programm vor sich. Am Vormittag findet eine kurze Rast auf dem Rittal-Betriebsgelände in Haiger statt, bevor die Radler die Kalteiche erklimmen, um pünktlich zur Mittagspause auf dem Gelände der Firma Ingersoll auf der Kalteiche zu sein. Und nach dem Zwischenstopp im Industriepark geht es wieder zurück nach Ehringshausen.

 

Die Strecke ist insgesamt 105 Kilometer lang und weist stolze 1250 Höhenmeter auf, die die Sportler zu bewältigen haben. „Das geht ganz schön in die Beine“, weiß Späth. „Aber es macht Spaß“, meinten Späth, Dieter Greilich, Gerd Füllhas und Wolfgang Grommet, die jetzt den aktuellen Stand der Planungen im Rathaus vorstellten. Bürgermeister Mario Schramm, Fachdienstleiter Andreas Rompf und sogar Landrat Wolfgang Schuster sagten den Radsportlern alle Unterstützung zu. Kein Wunder. Schließlich geht es um einen guten Zweck.

 

Die Organisation "Menschen für Kinder" unterstützt seit mehr als 25 Jahren Kindern in Not. Vor allem denjenigen, die an Krebs oder Leukämie erkrankt sind und Hilfe benötigen. Mit der Arbeit unterstützen die Mitglieder von "Menschen für Kinder" Kliniken bei der Anschaffung von langlebigen und erforderlichen Geräten. Sie begleiten den Ausbau entsprechender Einrichtungen und ermöglichen gezielte Behandlungen sowie Maßnahmen im Bereich der Forschung. Eine Gruppe au Klinikärzten, niedergelassenen Ärzten, Vertretern der Sponsoren und den Mitgliedern steht dem Verein vor der Vergabe von Mitteln beratend zur Seite. 

„Diese tolle Aktion wird von uns nach unseren Möglichkeiten unterstützt, wir helfen dem Verein auch dabei, Kontakte zu heimischen Unternehmern herzu stellen“, versprach Mario Schramm. Die Firmen Rittal und Ingersoll haben schon signalisiert, dass sie als Partner zur Verfügung stehen. Auch Landrat Wolfgang Schuster, die die Aktion seit Jahren kennt, wirbt für „Menschen für Kinder“. „Hier geht es um eine ganz wichtige Unterstützung für kranke Kinder. Dass heimische Unternehmen die Sache tragen, erleichtert die Arbeit des Vereins.“

„Wir sind sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit den Haigerer Bürgern und Unternehmen“, blickte der Vereinsvorsitzende Dieter Greilich aus Solms voraus. Es sei sehr erfreulich, dass die Stadt Haiger, aber auch die Firmen-Geschäftsführer Dr. Friedhelm Loh (Rittal) und Armin Engelhardt (Ingersoll) große Unterstützung signalisiert hätten.

Die Planungen laufen auf Hochtouren, ab dem 1. März können sich Interessierte über die Homepage www.menschen-fuer-kinder.de online anmelden.

Die Sportler sind in diesem Jahr zwischen Ehringshausen  und Haiger in der Lahn-Dill-Bergland-Region unterwegs. Auf sie wartet eine anstrengende, aber auch landschaftlich sehr schöne Tour, die an der Volkshalle in Ehringshausen beginnt und über Sinn, Dillenburg, Haiger (Rittal-Gelände an der Rodenbacher Straße/Rudolf-Loh-Straße), die Kalteiche (Ingersoll-Firmengelände), Herborn und den  Aartalsee zurück nach Ehringshausen führt. Hauptsponsor ist die Unternehmensgruppe Küster aus Ehringshausen.

Die Aktion „Menschen für Kinder“ gibt es mittlerweile seit über 20 Jahren. Bei der letztjährigen Tour wurden insgesamt 140.000 Euro an Spenden gesammelt. Auch in 2016 waren über 500 Fahrer am Start, die in Limburg starteten. Zu den Höhepunkten zählte ein Besuch des  Reckweltmeisters und Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger, der punktgenau nach seinem Fallschirmsprung aus 5000 Metern inmitten der Radsportler landete.

Auch dieses Jahr rechnen die Organisatoren mit einigen Prominenten. Mit von der Partie sind auf jeden Fall Ringer-Weltmeister Alexander Leipold, Marcel Wüst aus dem Radsport-Team Telekom wurde ebenso angefragt wie Kai Hundertmark. Außerdem dabei ist Wolfgang Kulow, der Extremsportler hat unter anderem bereits einen Zehnfach-Triathlon bestritten und dürfte die 105 Kilometer zur Kalteiche und zurück „auf einer Pobacke“ absolvieren.

Aber es geht ja nicht um Weltrekorde, sondern um das gemeinsame sportliche Vergnügen, das sich hervorragend mit dem guten Zweck verbinden lässt. „Wir freuen uns auf eine tolle Veranstaltung und hoffen, dass viele Spenden in der Kasse des Vereins ‚Menschen für Kinder‘ landen“, blicke Bürgermeister Mario Schramm voraus.

Weitere Informationen: www.menschen-fuer-kinder.de oder die Facebookseite „Menschen für Kinder“