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Bekenntnis zur Region: Rittal investiert 170 Mio Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rittal baut in Haiger ein neues Produktionswerk für Kompaktgehäuse

 

„Hier wird Geschichte geschrieben, das ist ein Tag der Freude“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) heute (Freitag) bei der Grundsteinlegung  zum neuen Produktionsgebäude der Firma Rittal. Dr. Friedhelm Loh – Inhaber des Schaltschrank Weltmarktführers – bezeichnete die Entscheidung, in seiner Heimatstadt Haiger zu investieren, als ein Bekenntnis zur Region. „Wir wollen hier erfolgreich sein und nicht irgendwo anders“, erklärte der Unternehmer, der Anfang der Woche seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte, unter dem Applaus der zahlreichen Gäste. Dr. Loh: „Wir wollen langfristig soziale Sicherheit schaffen –das zählt.“

Bei dem Projekt handelt es sich um die größte Investition der Firmengeschichte. Bis 2018 soll in Haiger auf einer Produktionsfläche von 24.000 m² das weltweit modernste Produktionswerk für Kompaktgehäuse entstehen und die Edelstahl- und Schwarzblechproduktion auf neuen Maschinen starten. Hinzu kommen die Loh-Akademie für Fortbildung, eine zentrale Ausbildungsstätte sowie ein Restaurant, so dass die Investitionssumme auf etwa 170 Millionen Euro ansteigen dürfte.

Firmenchef Dr. Friedhelm Loh freute sich „über einen tollen Tag mit tollen Leuten“. Heute werde „Unternehmensgeschichte geschrieben“, sagte der Unternehmer. „Mut, Begeisterungsfähigkeit und Vertrauen in die Zukunft gehören zu den Genen der  Familie Loh“, sagte er: „Diese Eigenschaften sind aber auch auf unsere Mitarbeiter übergegangen.“ Schon der 1971 verstorbene Firmengründer Rudolf Loh sei „ein Mann der Region gewesen“, und deshalb habe sich auch die aktuelle Firmenführung zur Investition in Haiger entschieden, obwohl es „verlockende andere Angebote gab“. Loh dankte den politischen Gremien seiner Heimatstadt, die die Verdienste Rudolf Lohs mit der Benennung einer Straße gewürdigt hätten.

Bereits in Kürze plant Loh eine weitere Grundsteinlegung, wenn im Omnical-Werk in Ewersbach ein neues Werk für Edelstahl-Schaltschränke entstehen soll.

Das Projekt in Haiger bezeichnete Dr. Loh als ein Beispiel für „Industrie 4.0“ und beispielgebend für Rittal weltweit. Die Investition sei zwar ein Risiko, aber er sei angesichts der guten Erfahrungen der letzten Jahrzehnte und einer guten Kooperation zwischen Management, Mitarbeitern und Betriebsrat sehr zuversichtlich. „Wir wollen der Region eine Perspektive geben und Trendsetter der Branche bleiben“, sagte Dr. Loh. Man sei stolz auf das, was in 55 Firmenjahren geleistet worden sei, betrachte die Firmenentwicklung aber als „ein Geschenk Gottes“. 

Haigers Bürgermeister Mario Schramm gratulierte persönlich und im Namen der Entscheidungsträger der Stadt. „Wir freuen uns sehr über Ihre Entscheidung, die größte Einzelinvestition der Unternehmergeschichte hier mitten in Haiger umzusetzen“, sagte der Rathaus-Chef. Der Besuch von Ministerpräsident Volker Bouffier unterstreiche die Bedeutung dieses Bauvorhabens mit einem Investitionsvolumen von 170 Millionen Euro. Dies werde nicht „irgendwo auf der grünen Wiese in einem Industriegebiet“ realisiert, sondern mitten in der Kernstadt. Schramm: „Wenn der nächste Hessische Umweltpreis vergeben wird, sollte dieser an Dr. Loh gehen, da er durch seine umsichtigen Planungen auf existierenden versiegelten Industrieflächen ganz wesentlich dazu beiträgt, keine zusätzlichen Flächenversieglungen in der Naturlandschaft herbeizuführen.“

Schramm wünschte dem anstehenden Projekt im Namen der Stadt Haiger alles Gute sowie eine fristgerechte und störungsfreie Umsetzung und dankte Dr. Loh „für diese Standortentscheidung, die für Haiger und die Region zukunftsweisend ist“.

Ministerpräsident Volker Bouffier lobte die „kluge und richtige Entscheidung“ und sprach von einem „Tag der Freude“. Die RITTAL-Investition sei ein „Versprechen auf eine gute Zukunft und ein Bekenntnis zur Stadt Haiger und unserem Land“. Dr. Friedhelm Loh habe gut entschieden, meinte der Landesvater und lobte den Unternehmer: „Sie sind eine Type, ohne Sie hätte sich dieses Unternehmen nicht so prächtig entwickelte“. Der Ministerpräsident gratulierte dem Firmenchef gleichzeitig mit einem persönlichen Geschenk zum 70. Geburtstag.

„Was Sie hier tun, ist nicht selbstverständlich“, sagte Landrat Wolfgang Schuster. Die Firma RITTAL habe sich ihre Position als Weltmarktführer hart erarbeitet und mit der Entscheidung für Haiger ganz klar deutlich gemacht: „Wir haben hier noch was vor, wir bleiben hier und wir lassen Arbeit hier.“ Die Region sei der Unternehmerfamilie Loh zu größtem Dank verpflichtet.

Nachdem eine Drohne den Schlüssel für ein Modell des AE-Schaltschrankes hatte einschweben lassen, bestückten Dr. Friedhelm Loh und seine Frau Deborah diesen mit einer Bibel, dem Buch „Wertewandel mitgestalten“, einem Buch über Firmengründer Rudolf Loh, Mitarbeiter-Magazinen, Zeitungen und Prospekten. Anschließend wurde der Schaltschrank in den Grundstein eingemauert.

Im Anschluss an das offizielle Programm der Grundsteinlegung fand der große Familientag mit einem umfangreichen Programm und rund 6000 Besuchern statt. Zu den Angeboten gehörten unter anderem Zauber- und Luftballonshows, ein Hochseilgarten, ein Karussell, eine Go-Cart-Rennbahn, Trampolin, Kletterwand und vieles mehr. Auch die Freiwillige Feuerwehr Haiger und die Musikschule Dillenburg gestalteten das Programm mit.

Den Abend gestalten der bekannte Kabarettist Eckart von Hirschhausen sowie als „Star Act“ Andreas Bourani („Ein Hoch auf uns“) mit seiner Band. (öah) 

 

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