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Seit Jahrzehnten ohne Probleme aktiv

Burbacher Bürgermeister Ewers lobt Haigerer Kläranlage

HAIGER - Der Bürgermeister war begeistert. „Diese Anlage arbeitet seit Jahren ohne Probleme – nur so ist zu erklären, dass ich sie noch nie besichtigt habe“, meinte Burbachs Rathaus-Chef Christoph Ewers (CDU) nach einem Besuch der Haigerer Kläranlage in der „Ebbenau“ schmunzelnd.

Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Mario Schramm (parteilos) sowie Thomas Heinbach, dem Fachdienstleiter Abwasser-Beseitigung, hatte er die Anlage sowie einen kürzlich fertiggestellten Anbau besichtigt und war des Lobes voll. „Hier wird sehr gute Arbeit geleistet.“ Dies sei auch aus Sicht der Gemeinde Burbach wichtig. Schließlich fließen die Abwässer der Ortsteile Lützeln, Ober- und Niederdresselndorf sowie Holzhausen seit über 30 Jahren nach Haiger. Rund 5500 Burbacher Einwohner sind an die dortige Kläranlage angeschlossen, die trotz ihres Alters im wahrsten Wortsinne „saubere Arbeit“ leistet, in den kommenden Jahren aber an die aktuellen technischen Anforderungen angepasst werden muss.

Thomas Heinbach zeigte den beiden Besuchern den Anbau, in dem Sanitärräume, eine Umkleide sowie ein Labor und ein Sozialraum untergebracht wurden. Der neue Komplex entstand nach aktuellen arbeitsrechtlichen und Hygiene-Vorschriften und passt sich gut an das bestehende Gebäude an. „Die Ausstattung ist gut und zweckmäßig“, sagte Mario Schramm und lobte das Engagement der Mitarbeiter und des Bauamtes, die dafür gesorgt hatten, dass der Anbau im Kostenrahmen von unter 250.000 Euro blieb.

„Die sechs Kollegen von der Kläranlage sind mit viel Herzblut und großem Einsatz bei der Sache“, lobte Schramm. Insgesamt sei die Einrichtung in der „Ebbenau“ für die Entsorgung des Abwassers von rund 30.000 Menschen zuständig.

Größter „Einzelkunde“ ist die Gemeinde Burbach, die rund 22,7 Prozent der Betriebskosten und 23,5 Prozent der Investitionen übernimmt. Im Jahr 2014 bedeuteten das addiert rund 203.507 Euro, die aus dem benachbarten Siegerland in die Haigerer Stadtkasse flossen. Insgesamt entstanden Kosten und Investitionen von rund 829.000 Euro.

Um auch weiterhin die strengen deutschen Umwelt- und Abwasseranforderungen zu erfüllen,  muss die Haigerer Kläranlage in den kommenden Jahren modernisiert werden. Wie Bauingenieur Thomas Heinbach erläuterte, wurde die Anlage „einstraßig“ gebaut. Um allerdings die Betriebssicherheit dauerhaft gewährleisten zu können, sind umfangreiche Um- und Neubauten erforderlich. Verschiedene Varianten wurden von Fachbüros erarbeitet. Die Umbauarbeiten sind technisch sehr anspruchsvoll, da sie im laufenden Betrieb über die Bühne gehen müssen. Zunächst soll ein zweites so genanntes „Nachklärbecken“ gebaut werden. Wenn dieses fertig ist, kann der Betrieb „umgehängt“ werden. Dann sind weitere Arbeiten wie zum Beispiel die Sanierung und Teilung des Belebungsbeckens möglich.

Für das kommende Jahr hat die Verwaltung Haushaltsmittel von 135.000 Euro für Detailplanungen in den Haushaltsentwurf eingestellt.  Die geschätzten Gesamtkosten der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen liegen bei etwa neun Millionen Euro. Einen Teil davon wird die Gemeinde Burbach schultern müssen. Bürgermeister Ewers lässt sich davon allerdings nicht umwerfen. „Dass eine Sanierung irgendwann kommen musste, war klar. Auch Beton hält nicht ewig, und die Anlage leistet seit vielen Jahren sehr gute Arbeit.“ (ÖAH)

Haigers Bürgermeister Mario Schramm (parteilos) und sein Burbacher Amtskollege Christoph Ewers (CDU) lassen sich vom Fachdienstleiter Abwasser-Beseitigung Thomas Heinbach über den Anbau (im Hintergrund) und die erforderliche Erweiterung der Kläranlage informieren. (Foto: privat/Stadt Haiger)

Bildunterschrift

 

Haigers Bürgermeister Mario Schramm (parteilos) und sein Burbacher Amtskollege Christoph Ewers (CDU) lassen sich vom Fachdienstleiter Abwasser-Beseitigung Thomas Heinbach über den Anbau (im Hintergrund) und die erforderliche Erweiterung der Kläranlage informieren. (Foto: privat/Stadt Haiger)